05.01.2017

Interessenbekundungsverfahren: Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften

Start des Interessenbekundungsverfahrens der Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften“: Bis zum 10. Februar können sich öffentliche, freie und private Träger von Flüchtlingsunterkünften bewerben.

Im Rahmen der bereits im Jahr 2015 gemeinsam mit UNICEF gestarteten Initiative fördert das Bundesfamilienministerium im Jahr 2017 bundesweit 75 Koordinationsstellen zur Umsetzung von Schutzkonzepten in Flüchtlingsunterkünften. Ziel der Bundesinitiative ist es, die Sicherheit von Frauen, Kindern, Jugendlichen und anderen besonders schutzbedürftigen Personen in Gemeinschaftsunterkünften zu verbessern und alle Beschäftigten in Fragen des Kinderschutzes zu schulen und für Gewalt- und Gefährdungssituationen zu sensibilisieren.   Alle relevanten Informationen zur Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften“ sowie Unterlagen zum Interessenbekundungsverfahren finden Sie auf www.gewaltschutz-gu.de.

Zum Hintergrund:

Das BMFSFJ und UNICEF haben 2016 in Kooperation mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege und weiteren Partner_innen die Initiative „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, durch Implementierung von Schutzkonzepten in Flüchtlingsunterkünften den Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen zu verbessern. So werden bereits seit 2016 mit insgesamt 25 auserwählten Trägern von Unterkünften der Wohlfahrtsverbände - darunter 4 paritätische Mitgliedsorganisationen - einrichtungsspezifische Gewaltschutzkonzepte erarbeitet und etabliert. Dafür wird an jedem Standort eine Personalstelle einer Gewaltschutzkoordinator_in gefördert. Darüber hinaus werden gemeinsame Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in enger Kooperation mit den Partner_innen und Mitgliedern der gemeinsamen Initiative erarbeitet und durchgeführt, um die Umsetzung der Schutz- und Unterstützungsmechanismen in den Unterkünften zu unterstützen und nachhaltig zu verankern (mehr Infos siehe unter http://www.migration.paritaet.org/fluechtlingshilfe/projekte/projekte/gewaltschutz-in-unterkuenften/).

Die 25 bisherigen Träger werden auch in 2017 gefördert. Zusätzlich möchte das Ministerium nun weitere 75 Koordinierungsstellen fördern. Die neue Ausschreibung richtet sich explizit an öffentliche, freie und private Träger von Flüchtlingsunterkünften. Die Projektlaufzeit endet vorerst am 31.12.2017.